Aktivitäten

Kranichbeobachtung

In der Diepholzer Moorniederung gibt es verschiedene Punkte an denen sich Kraniche beobachten lassen.

Dieses geht besonders gut im mittleren Wietingsmoor, welches einzigartig durch die großen, offenen Grünlandflächen ist. Besonders im Spätherbst versammeln sich die Kraniche im Hochmoorgrünland und machen dort Rast. Das sonst so ruhige Moor wird dann zu einem lauten Naturspektakel. Kurz vor der Dunkelheit starten die Tiere dann in ihre entlegenen Schlafplätze im Moor. 

Das Moor dient aber mittlerweile nicht nur als Sammelplatz im Spätherbst, sondern auch als Brutplatz im Frühjahr. Zu dieser Zeit sind die Vögel ziemlich unauffällig und ziehen sich in die verborgenen Moorflächen zurück. 

Wer dieses Naturschauspiel gerne mal miterleben möchte, der kann dies an dem Vogelbeobachtungspunkt an der kleine Straße, die von Freistatt Richtung Heimstatt führt, tun. Ein Parkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe. In Ihr Navigationssystem geben Sie bitte "Deckertau, 27259 Freistatt" ein. 

Nicht nur im mittleren Wietingsmoor haben Sie die Möglichkeit der Kranichbeobachtung, auch im Wietingsmoor bei Wehrbleck, in der Wehrblecker Heide und im Holzhauser Bruch können Sie das Naturschauspiel beobachten. 

Kirchdorfer Heide mit Franzosenstein

Kirchdorfer Heide

Die Kirchdorfer Heide, eine der größten zusammenhängenden Heideflächen Niedersachsens. Ein Reit- und Wanderparadies in dem die Zeit still zu stehen scheint. Egal ob zu Fuß, per Rad, hoch zu Ross oder gar mit der Kutsche, hier können Sie den Alltag schnell vergessen. Genießen Sie den Anblick der violetten Blütenmeere von ungefähr Anfang August bis Anfang September. Unvergessen bleibt der Besuch, wenn dann noch eine Schnuckenherde mit Schäfer und Hütehunden den Weg kreuzt.

Wandern am Franzosenstein

Eine rund 40 km ausgewiesene Naturstrecke sowie ein acht Kilometer langer Gelände-Sprung-Parcous führen durch Wald und Heide. Reiterhöfe bieten den Gästen und ihren Vierbeinern allen erdenklichen Komfort. Die Orte rund um die Kirchdorfer Heide mit ihren historisch gut erhaltenen Fachwerkhäusern, altem Baumbestand, schönen Dorfplätzen und kleinen Gassen laden zum Bummeln ein.

Bei Ihrer Wanderung können Sie dann auf dem Knickberg - 86 m NN - den Franzosenstein entdecken und dort eine kleine Rast machen.

Der Franzosenstein

Er heißt heute noch „Franzosenstein“, die ein Meter hohe Sandsteinsäule auf der höchsten Stelle in der Gemeinde Kirchdorf. Dieses Relikt aus vergangener Zeit gibt dem Besucher immer wieder Rätsel auf. Im Samtgemeindearchiv Kirchdorf ist darüber folgendes festgehalten:

Kirchdorf unter hessischer Verwaltung zum Amt Uchte gehörend, kam 1803 unter französische Herrschaft. Unter Leitung von Oberst Epailly errichteten Vermessungsoffiziere einen zwölf Meter hohen Turm. An dieser Stelle ein Dreiecksnetz I. Ordnung („Canevas die Triangles du Ier ordere executes par M. Epailly“). Von hier aus erfasste man folgende Hauptpunkte: Die Kirchtürme von Twistringen und Asendorf, die Signaltürme auf dem Mordkulenberg westlich des Dümmers in den Dammer Bergen (141 m über dem Meer), auf dem Hüttenberg im Grinderwald (101 m über dem Meer), einem Berg bei Loccum und den Knickberg (86 m über dem Meer). Gleichzeitig konnten französische Beobachter die Geschehnisse in allen Richtungen kontrollieren. 1813, nach der Franzosenzeit, fiel Kirchdorf wieder an Hessen, der zwölf Meter hohe Turm wurde zerstört. 1814 erhob Prinzregent Georg von Hannover und England sein Kurfürstentum zu Königreich, einbezogen die hessischen Hoheitsgebiete. 1816 ordnete König Georg IV die Ausdehnung der Triangulation für das gesamte Königreich Hannover an. Unter Leitung von C. F. Gauß begann die Vermessungsarbeit auch auf dem Knickberg, dafür ließ er einen Stein mauern mit einem Postament, darauf eine Platte, die der mutwilligen Zerstörung zum Opfer fiel. Als Ersatz stellte man einen ein Meter hohen Sandsteinpfeiler auf, mit der eingemeißelten Inschrift „Königl. Hann. Land. Vermess.“. Noch heute steht dieser Stein auf dem Knickberg, der fälschlicherweise Weise als „Franzosenstein“ bezeichnet wird. Vielleicht willkürlich von den Preußen die 1866 nach der Schlacht von Langensalza Hannover einverleibten. Preußische Vermessungsoffiziere errichteten 1886/87 im Rahmen der preußischen Landesaufnahme an dieser Stelle auf einem Steinfundament ein Holzturm, den man wiederum Franzosenturm nannte. Nach etwa 25 Jahren war auch dieser verschwunden. Im Jahre 1919 kam der Erlass, keine Türme mehr aufzustellen. Dem heutigen Besucher ist es nicht mehr möglich auf dem Knickberg nach allen Seiten Ausschau zu halten. Er befindet sich mitten im Wald, wo eine Ruhebank ihm zum Rasten einlädt. Unweit vom vermeintlichen „Franzosenstein“ ist schon seit Jahren ein eingelassener viereckiger Stein versehen mit einem Kreuz, der so genannte „Trigonometrische Punkt“, der der Höhe des Knickbergs (86 m über dem Meer) als Vermessungspunkt unseres Katasteramtes dient.

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Rund ums Pferd

Ein Traum für Reiter ist die Landschaft der Kuppendorfer Böhrde, die sich von Kirchdorf über Scharringhausen, Bahrenborstel, Holzhausen, Göthen über Heerde nach Kuppendorf erstreckt.

Ausgedehnte Waldgebiete und die Kulturlandschaft Heide bieten ein herrliches Terrain für Reitsport-Begeisterte.

Nicht umsonst haben sich diverse Betriebe dort angesiedelt und mittlerweile ist die Böhrde für Reiter und Kutscher ein beliebter Treffpunkt geworden.

Das Ausreitgelände durch ausgedehnte Feld-, Wiesen und Waldlandschaften bietet dem anspruchsvollen Reiter wundervolle Reitwege mit kleinen oder auch großen Hindernissen. Auf hauptsächlich sandigen oder mit Gras bewachsenen Wegen bleiben keine Wünsche offen. Im Herbst werden Jagd- und Wanderritte zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Natürlich können bei den einschlägigen Betrieben auch Planwagenfahrten durch die Kuppendorfer Böhrde gebucht werden. Zahlreiche  Übernachtungsmöglichkeiten laden zum Verweilen in Gasthäusern, Hotels, Reiterhöfen oder Ferienwohnungen ein.

Aber Kirchdorf ist ja noch viel größer und reicht über die Kuppendorfer Böhrde hinaus. Umliegend geht die Landschaft in die Moorrandbereiche bei Renzel, Varrel und Wehrbleck über und als prägendes Flüsschen verläuft die Große Aue durch das Samtgemeindegebiet. Landschaftlich idyllisch, abwechslungsreich und dünn besiedelt, so wie es den Freizeitreitern gefällt.

Reitempfehlungen für die "Kuppendorfer Böhrde"

Die Gemeinde Kirchdorf hat einen neuen Reitwanderweg mit einer Länge von ca. 8 km geschaffen, um allen Geländereitern ein attraktives Reitwegenetz zu bieten. Bitte benutzen Sie weitestgehend die mit dem ausgeschilderten Wege, weil Nutzungskonflikte mit anderen Erholungssuchenden in dieser wunderschönen Heide- und Waldlandschaft hierdurch weitestgehend ausgeschlossen werden. Wenn Sie andere Wege nutzen, zeigen Sie noch mehr Rücksicht gegenüber Nichtreitern, aber natürlich auch Reitern.

Folgende allgemeine Regeln sollten Sie beachten

  • Reiten Sie erst dann ins Gelände, wenn Ihr Ausbildungsstand auch in kritischen Situationen mindestens hinreichende Sicherheit im Sattel und in der Beherrschung des Pferdes erwarten lässt.

  • Nehmen Sie Rücksicht auf andere Erholungssuchende. Frühzeitiges Durchparieren zum Schritt beim Begegnen. Dies gilt auch besonders bei der Begegnung mit der Heidschnuckenherde.

  • Nicht mitten durch die Heidegebiete reiten, sondern auf den Wegen bleiben. Sie bewahren Ihr Pferd auch vor den vielen Kaninchenlöchern.

  • Nicht über die Ecken der Wiesen und Äcker abkürzen, sondern auf den Wegen bleiben.

  • Empfehlungen und eventuelle Absprachen mit den Jagdausübungsberechtigten berücksichtigen.

  • Bleiben Sie auf den großen Wald- und Feldwegen und überlassen Sie die Pfade den Fußgängern.

  • Sollten fremde Reiter sich gegenteilig verhalten, so reden Sie mit ihnen in unser aller Interesse.

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